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Stiftung Huldi unterstütz seit bald 10 Jahren junge Talente (Jannick Engel)

Angefangen hat die Erfolgsgeschichte mit einer Kopie eines Testaments, worin die Bürgergemeinde Romanshorn bestimmt war, ein Mehrfamilienhaus in Pieterlen BE zu erben. Zusätzlich schrieb darin die Erblasserin mit Bürgerort Romanshorn, Maria Margaretha Huldi, Witwe des Paul-Kurt Huldi, ihren Wunsch, dass eine Stiftung zu gründen sei und mit dem Ertrag aus der Liegenschaft begabte Kinder und Jugendliche aus Romanshorn zu unterstützen.

Dabei sollen solche mit dem Namen Huldi bevorzugt begünstigt werden! Diesem speziellen Wunsch konnte der Stiftungsrat bislang nicht nachkommen, weil dieser alte Romanshorner Nachname in den vergangenen zehn Jahren noch nie aufgetaucht ist. Die talentierten Jugendlichen können in den Sparten Sport, Kunst und Wissenschaft tätig sein.

Stiftungsrat
Dem fünfköpfigen Stiftungsrat müssen mindestens zwei Mitglieder der Bürgergemeinde Romanshorn angehören. Aktuell sind dies Roman Imhof als Liegenschaftsverantwortlicher und Ernst Züllig als Präsident. Weiter sind zuständig für die Stipendien Silvia Kradolfer Bon und Franco Matossi für die Finanzen. Der fünfte Sitz wird zurzeit neu besetzt. An den jährlich zwei Sitzungen werden die eingegangenen Gesuche besprochen und entsprechende Unterstützungen beschlossen. Zum Beispiel finanzielle Beiträge gesprochen für Kurse, Trainingslager, Trainerkosten, Ausrüstungen, Instrumente, Reisespesen etc. Seit ihrer Gründung konnte die Stiftung insgesamt 17 Jugendliche aus den Sparten Eishockey, Fussball, Leichtathletik, Kunstturnen, Unihockey, Kanu und Musik teilweise über mehrere Jahre unterstützen. Eingabefristen für Gesuche sind jeweils der 30. April und der 31. Oktober. Das Angebot der Stiftung Huldi wird halbjährlich im «Seeblick» publiziert. Weitere Informationen und das Antragsformular finden sich auf der Website www.mmhuldi.ch.

Der Stiftungsrat M. M. Huldi ist stolz auf alle, die unterstützt werden durften. Im Interview mit Silvia Kradolfer Bon erzählen zwei, wie sie die Stiftung bis anhin erlebten:

Wie wurdest du auf die Stiftung M. M. Huldi aufmerksam?
Yasmin Giger (YG): Mein damaliger Trainer Werner Dietrich machte mich auf ein Inserat der Stiftung M. M. Huldi im «Seeblick» aufmerksam. Ihm habe ich es zu verdanken.
Jannick Engel (JE): Personen aus meinem Umfeld und der TVR haben mich auf die Stiftung aufmerksam gemacht. Im «Seeblick» habe ich darüber gelesen und mich im Internet weiter informiert.

Was hat die Stiftung Huldi zu deinem sportlichen Werdegang beigetragen?
YG: Sehr viel, denn durch ihre Unterstützung konnte ich meine ersten grossen sportlichen Ausgaben finanzieren, wie zum Beispiel meine ersten Trainingslager oder Trainingsausrüstungen.
JE: Durch die grosszügige Unterstützung konnte ich an Trainingslagern im In- und Ausland teilnehmen. Ebenfalls wird mir das Training im Leistungszentrum ermöglicht. So kann ich mich optimal auf Wettkämpfe vorbereiten, trainiere mit den Besten der Ostschweiz und in Lagern auch mit den Besten der Schweiz.

Wie ist/war der Umgang und die Zusammenarbeit mit dem Stiftungsrat/der Stiftung?
YG: Ich habe sehr gute Erinnerungen daran. Da ich wiederholt unterstützt wurde, war der Austausch bald freundschaftlich, sehr flexibel und unkompliziert. 
JE: Es war schön, dass ich die Mitglieder der Stiftung persönlich kennenlernen durfte. Auch habe ich die anderen unterstützten Kinder/Jugendliche getroffen.

Wie findet der Kontakt mit der Stiftung statt?
YG: Am Anfang vor allem via Mail. Ich wurde auch schon zu einem Anlass eingeladen, um mich vorzustellen, und es gab auch Mitglieder des Stiftungsrats, die an einem meiner Wettkämpfe vorbeischauten, was mich sehr freute.
JE: Meistens per Mail, manchmal auch brieflich. Ich versuche, die Stiftung laufend über meine sportlichen Aktivitäten zu informieren oder gebe Rückmeldung.

Was kannst du sonst noch über die Stiftung M. M. Huldi berichten?
YG: Da wir nicht auf Rosen gebettet waren, war für uns als Familie die Unterstützung eine grosse Entlastung, dafür bin ich der Stiftung Maria Margaretha Huldi noch immer sehr dankbar. Ich schätzte dies sehr, denn ich erachte das nicht als selbstverständlich. Es hat mich immer sehr motiviert, am Wettkampf noch mehr Gas zu geben, um so auch etwas zurückgeben zu können. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Stiftung MMH.
JE: Durch die wertvolle Unterstützung ist die finanzielle Belastung für die Familie weniger. Darüber sind wir sehr dankbar. Ich finde es toll, wie die Stiftung begabte Jugendliche unterstütz und danke herzlich für meine langjährige (seit November 2016) Begleitung. Für mich besonders cool war, dass ich Yasmin an einem Treffen mit der Stiftung kennenlernen durfte.